Starke Reaktion des FCK1
2025.10.05 15:09

Spielbericht: FCK - Ebnat-Kappel 4:0 (3:0)

Es war das Spiel, das der FC Kirchberg gebraucht hat. Nach schwierigen Wochen, personellen Engpässen und der Suche nach Konstanz fand die Obrist-Elf eindrucksvoll zurück in die Erfolgsspur. Gegen Ebnat-Kappel zeigte der FCK eine leidenschaftliche, geschlossene und spielerisch überzeugende Leistung – und das bei äusserst garstigen Bedingungen.

Kampf gegen Wind, Regen – und die eigene Unsicherheit

Die Ausgangslage war alles andere als komfortabel: Neben den Langzeitverletzten Yannic Lang und Simon Wohlgesinger fehlten mit Mario Kuhn, Ramon Kuhn, Ödi Itten, Emanuel Bösch und Sandro Loser gleich mehrere Stützen. Kirchberg musste umbauen – und tat es mutig. Besonders im Zentrum vertraute Trainer David Obrist auf eine junge Achse mit Martin Wick, Robin Zweifel und Aaron Schweizer, die das Herzstück der Mannschaft bildete.

Das Wetter passte zur Situation: Dauerregen, starker Wind, nasskalt – ein Abend, an dem Charakter gefragt war. Doch Kirchberg liess sich davon nicht beirren. Vom Anpfiff weg spielten die Gastgeber mit Tempo, Mut und Zielstrebigkeit. Über die Flügel – insbesondere über die rechte Seite – wurde Ebnat-Kappel früh unter Druck gesetzt.


Franco Loser führt vor, Patrice Müller trifft – und der FCK brennt

Nach 13 Minuten platzte der Knoten: Nach einem Eckball kam der Ball zu Patrice Müller, der aus der Distanz einfach abzog – 1:0! Ebnat reklamierte ein Offside, doch der gute Schiedsrichter liess sich nicht beirren.

Angetrieben vom überragenden Captain Franco Loser, der über rechts ein unglaubliches Laufpensum abspulte, spielte sich Kirchberg in einen Rausch. In der 27. Minute folgte der emotionale Höhepunkt: Loser nahm Tempo auf, zog nach innen und vollendete mit einem herrlichen Heber ins Lattenkreuz – ein Tor der Extraklasse. Solche Kabinettstückchen sind selten, aber wenn sie fallen, dann in besonderen Momenten.

Nur elf Minuten später erneut die Kombination über rechts: Loser mit der präzisen Hereingabe, Aaron Ress in klassischer Stürmermanier zur Stelle – 3:0. Das Spiel war früh entschieden. Kirchberg dominierte in allen Belangen, spielte druckvoll gegen den Ball und liess Ebnat-Kappel keine Luft zum Atmen. Torhüter Levin Rodrigues verlebte eine ruhige erste Hälfte – das beste Zeichen für die Überlegenheit seines Teams.


Abgeklärte zweite Hälfte – und ein verdienter Schlusspunkt

Nach der Pause nahm der FCK das Tempo etwas heraus, kontrollierte das Geschehen aber jederzeit souverän. Ebnat-Kappel fand zu keiner Zeit ins Spiel. Die jungen Kirchberger agierten abgeklärt, kombinierten sicher und liessen defensiv nichts anbrennen.

In der 77. Minute folgte der verdiente Schlusspunkt: Nach einem Foul im Strafraum verwandelte Patrik Brändle den fälligen Penalty eiskalt zum 4:0-Endstand.


Ein Sieg mit Signalwirkung

Das Ergebnis war auch in dieser Höhe absolut verdient. Kirchberg überzeugte durch Einsatz, Wille und Spielfreude – und zeigte, dass man auch mit einem stark verjüngten Team begeistern kann. Die Mischung aus Routine und jugendlicher Unbekümmertheit funktionierte, der Auftritt war ein echtes Lebenszeichen einer Mannschaft, die an sich glaubt.

Ein Abend, der Hoffnung macht – und deutlich zeigt: Der FC Kirchberg ist wieder da.



Tore FC Kirchberg:

13’ Patrice Müller – 27’ Franco Loser – 38’ Aaron Ress – 77’ Patrik Brändle (Penalty)

Aufstellung FC Kirchberg:

Tor: Levin Rodrigues
Abwehr: Patrice Müller, Jonas Brägger, Patrik Brändle, Reto Loser
Mittelfeld: Martin Wick, Franco Loser (C), Adrian Oberholzer, Robin Zweifel, Aaron Schweizer
Sturm: Aaron Ress

Eingewechselt: Luca Keller, Enrico Ciccarelli, Michael Lippiotta, Nico Nagel, Aaron Schönenberger
Trainerteam: David Obrist / Andreas Hollenstein



 

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