Die Ausgangslage vor dem Auswärtsspiel in Uznach war klar: Mit einem Sieg hätte sich der FC Kirchberg den Ligaerhalt vorzeitig sichern können. Entsprechend gross war die Motivation, den entscheidenden Schritt zu machen. Doch stattdessen erwischten die Gelb-Schwarzen einen ihrer schwächeren Tage und zeigten über weite Strecken eines der schlechtesten Spiele der laufenden Saison. Die Konsequenz war eine verdiente 0:2-Niederlage.
Der Matchplan war eigentlich simpel: Aus einer stabilen Defensive heraus kompakt stehen und mit gezielten Nadelstichen nach vorne für Gefahr sorgen. Zumindest der erste Teil funktionierte in der ersten Halbzeit ausgezeichnet. Die Kirchberger Hintermannschaft liess dem Heimteam praktisch keinen Raum zur Entfaltung und gestattete Uznach keine einzige Torchance.
Offensiv blieb der FCK allerdings vieles schuldig. Die einzige wirklich hochkarätige Möglichkeit gehörte Ciccarelli, dessen Abschluss die Torlinie wohl überschritten hatte. Da die Szene für den Schiedsrichter jedoch äusserst schwierig einzuschätzen war, blieb der Pfiff aus – ein Vorwurf lässt sich daraus nicht ableiten. So ging es torlos in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Uznach trat deutlich entschlossener auf und übernahm zunehmend die Kontrolle. Dabei war kaum erkennbar, welche Mannschaft sich im Abstiegskampf befand und dringend Punkte benötigte. Während die Gastgeber engagierter und zielstrebiger, allerdings auch nicht unbedingt sehr zwingend agierten, fehlte Kirchberg die nötige Energie und Entschlossenheit.
In der 58. Minute wurden die Bemühungen der Uzner mit dem Führungstreffer belohnt. Eine Reaktion der Gäste blieb jedoch aus. Zu pomadig, zu antriebslos und zu ideenlos präsentierte sich der FCK in dieser Phase. Das zweite Tor rund 15 Minuten vor Schluss war deshalb die logische Konsequenz, auch wenn Uznach insgesamt auch in der Folge nicht übermässig zwingend auftrat.
Entsprechend enttäuscht zeigte sich Co-Trainer Andi Hollenstein (Bild) nach der Partie. Vor allem die Darbietung in der zweiten Halbzeit entsprach in keiner Weise den Erwartungen in einem Spiel mit dieser Bedeutung.
Viel Zeit zum Hadern bleibt allerdings nicht. Bereits am Mittwoch steht zuhause gegen Flawil das alles entscheidende Spiel an. Dann gilt es, die Kräfte nochmals zu bündeln, eine Reaktion zu zeigen und mit einem Sieg den Ligaerhalt endgültig unter Dach und Fach zu bringen.