Freitagabend, Flutlicht und Derbyzeit: Auf dem Kunstrasen in Bazenheid versammelten sich zahlreiche Zuschauer, die sich auf ein umkämpftes Nachbarschaftsduell freuten. Und sie sollten auf ihre Kosten kommen. Der FCK startete überlegen in die Partie, liess den Ball gut laufen und versuchte von Beginn an, das Spiel zu diktieren. Die ganz grossen Torchancen blieben zunächst allerdings aus. Bazenheid stand kompakt und diszipliniert, insbesondere die beiden erfahrenen Innenverteidiger dirigierten ihre Mannschaft lautstark und liessen wenig zu.
In der 12. Minute kam dann jedoch der erste Nadelstich der Gastgeber. Weber reagierte im Strafraum blitzschnell und brachte Bazenheid mit 1:0 in Führung. Die Antwort des FCK liess nicht lange auf sich warten: Nur drei Minuten später wurde Mario Kuhn von Nico Nagel (Bild) mit einem präzisen Pass in die Tiefe geschickt. Kuhn blieb cool und erzielte den Ausgleich.
Nagel entwickelt sich dabei immer mehr zu einer festen Grösse im FCK-Spiel. Von Partie zu Partie steigert sich der junge Mittelfeldspieler und wächst an der Seite von Routinier Kuhn langsam zu einer echten Teamstütze heran. Gemeinsam orchestrierten die beiden das Spiel und sorgten immer wieder dafür, dass der FCK trotz des Rückstands die Kontrolle übernahm.
Weniger sattelfest präsentierte sich allerdings die Defensive. Insbesondere das Innenverteidiger-Duo Wohlgensinger/Müller hatte mit der Abstimmung zu kämpfen. Und so fiel kurz vor der Pause die erneute Führung für Bazenheid beinahe aus dem Nichts. Wieder herrschte Unordnung in der FCK-Defensive, welche die Gastgeber eiskalt ausnutzten.
Nach dem Seitenwechsel zeigte der FCK jedoch die richtige Reaktion. Die Mannschaft blieb geduldig, erhöhte den Druck und kam zunehmend zu Möglichkeiten. Noch fehlte allerdings die nötige Konsequenz im Abschluss. In der 56. Minute war es dann soweit: Der fleissige Topscorer Aaron Schweizer erzielte den verdienten Ausgleich zum 2:2.
Der FCK wollte nun mehr. Und in der 75. Minute folgte der vielumjubelte Führungstreffer. Erneut war Nico Nagel der Ausgangspunkt: Nach einer sehenswerten Kombination bediente er Schweizer mustergültig, der zum 3:2 einschoss. Das Spiel war damit gedreht.
In der Schlussphase boten sich dem FCK sogar noch mehrere Möglichkeiten, die Partie endgültig zu entscheiden. Vor allem Lippiotta hätte den Sack zumachen können, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz kläglich. So blieb es bis zum Schluss spannend und Bazenheid erhielt nochmals die eine oder andere Möglichkeit, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.
Am Ende setzte sich jedoch die spielerische Klasse des FCK verdient durch. Trotz zweimaligem Rückstand bewies die Mannschaft Moral, blieb ihrem Spiel treu und belohnte sich für eine insgesamt überzeugende Leistung mit drei Punkten im Derby. Ein Sieg, der nicht nur aufgrund der Tabellensituation, sondern vor allem wegen der Art und Weise Freude bereitet: Der FCK kann auch enge Spiele drehen und zeigte dabei, dass in dieser Mannschaft einiges steckt.