Spielbericht: FC Flawil - FC Kirchberg 4:3 (1:1)
Zum Abschluss der Vorrunde gastierte der FC Kirchberg beim spielstarken FC Flawil – und erlebte ein aufwühlendes, torreiches Spiel, das letztlich knapp mit 4:3 verloren ging. Auf dem Kunstrasen taten sich die Gäste von Beginn weg schwer, den eigenen Rhythmus zu finden. Der Ball sprang unberechenbar, die gewohnten Kombinationen wollten nicht greifen, und in den Zweikämpfen fehlte oft die letzte Konsequenz.
Trainer Dave Obrist hatte seine Mannschaft einmal mehr umstellen müssen – insbesondere der Ausfall von Captain Mario Kuhn (Bild) im zentralen Mittelfeld machte sich bemerkbar. Ohne den Spielgestalter fehlte im Zentrum die ordnende Hand. So war es wenig überraschend, dass Flawil das Geschehen früh kontrollierte und folgerichtig in Führung ging.
Doch der FCK zeigte, wie schon oft in dieser Hinrunde, Moral. Aus dem Nichts heraus markierte Aaron Schweizer in der 31. Minute eiskalt den 1:1-Pausenstand .
Nach dem Seitenwechsel kam Kirchberg zunächst besser aus der Kabine, hatte die erste gute Gelegenheit – doch dann schlug Flawil doppelt zu. Ein schnell ausgespielter Angriff führte zum 2:1, ehe kurz darauf ein direkter Freistoss im Netz zappelte – 3:1.
Doch auch davon liessen sich die Gäste nicht entmutigen. Adrian Oberholzer setzte in der 66. Minute mit einem satten Abschluss den erneuten Anschluss, bevor Flawil mit einem Sonntagsschuss auf 4:2 stellte. In der Schlussphase warf Kirchberg nochmals alles nach vorne. Nach einer präzisen Ecke von Robin Zweifel stieg Patrik Brändle in der 88. Minute am höchsten und köpfte wuchtig zum 4:3 ein.
Mehr lag an diesem Nachmittag jedoch nicht drin – trotz spürbarem Teamgeist reichte es nicht zum Punktgewinn. Flawil zeigte sich in den entscheidenden Momenten technisch reifer, während Kirchberg zu viele einfache Fehler beging.
Dennoch: Die Moral der Mannschaft stimmt, und die Einstellung liess nie zu wünschen übrig. Mit diesem wilden Schlusspunkt verabschiedet sich der FCK in die Winterpause – mit dem festen Ziel, in der Rückrunde konstanter und spielerisch gefestigter aufzutreten. Das Trainerduo Obrist/Holenstein hat es definitiv geschafft, dem Team ein neues Gewand zu verpassen. Zwar spielt der FCK noch zu wenig konstant, aber die Fortschritte sind unverkennbar. Im physischen Bereich wurde enorm zugelegt, die Mannschaft ist in der Lage, über längere Zeit ein hohes Tempo mit Pressing zu spielen. Der Teamgeist stimmt, das war zwar schon immer der Fall, nun aber gesellt sich ein gesunder Konkurrenzkampf hinzu, der von aufstrebenden jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs angezettelt wird. Die Entwicklung lässt auf eine spannende Rückrunde schliessen. Wir freuen uns! Hopp FCK
Tore FC Kirchberg:
31’ Aaron Schweizer, 66’ Adrian Oberholzer, 88’ Patrik Brändle
Aufstellung FC Kirchberg:
Levin Rodrigues – Patrice Müller, Ramon Kuhn, Patrik Brändle, Reto Loser – Martin Wick, Franco Loser (C), Enrico Ciccarelli, Robin Zweifel, Aaron Schweizer – Adrian Oberholzer
Ersatz: Erwin Iten, Luca Keller, Michael Lippiotta, Jonas Brägger, Nico Nagel, Aaron Schönenberger
Trainer: David Obrist, Andreas Hollenstein



